29. Juli 2018

April 1918

Ugny le Gay. Mein Großvater ganz oben.

Ugny le Gay. Mein Großvater ist der Fünfte von links.
Ugny le Gay. Mein Großvater ist vermutlich auch hier der Fünfte von links.




















Montag, 1. April 1918
Marschierte morgens mit meinem Trupp über La Neuville - Ugny le Riez Guivry bis zur Ferme le Etang de Beuf zwei Kilometer östlich Bourgois. Hatte hier ein Gestänge mit Feldkabeldoppelleitung zu bauen (3/4 km), bis zu einem bestehenden englischen Gestänge und dann von diesem die entzweigeschossenen Felder auszubessern. Kam damit bis nach Guivry und marschierte um 3:00 Uhr von hier ab nach Gugny zurück.

Dienstag, 2. April
Fällte heute im Walde bei Ugny Stangen.

Mittwoch, 3. April
Verankerte das Gestänge von La Neuville nach Gugny.

Donnerstag, 4. April
Legte an dem Gestänge la Neuville – Gugny insgesamt 14 km Draht aus.

Freitag, 5. April
Heute an demselben Gestänge wie gestern 11 km Draht ausgelegt.

Sonnabend, 6. April
Ging mit acht Mann nach La Neuville und zog von hier am Permanent-Gestänge eine Armeekabeldoppelleitung nach Gugny.
Ein französischer Flieger griff einen deutschen Fesselballon an und schoß ihn ab. Der Beobachter rettete sich durch den Fallschirm, während der Ballon brennend abstürzte.

Sonntag, 7. April
Hatte heute noch circa 9 km Draht auszuziehen. War dadurch etwas zeitiger als sonst im Quartier, doch war es nicht von Vorteil, denn gegen 6:00 Uhr mußte ich mit ein paar Mann wieder fort, in Gugny Leitungen umzuschalten und fehlende Felder auszubessern. Eine Arbeit, die bis nach 8:00 Uhr dauerte.

Montag, 8. April
Zog von La Neuville zwei Doppelleitungen. Eine bis Riez de Gugny, für die dort liegenden Luftschiffer und eine bis zur Nähe unseres Quartiers, für unseren Doppelzug. Abends mußten wir Unteroffitiere unser Zimmer räumen, Für Offiziere einer Kolonne. Zogen beim Leutnant auf den Boden. Seitdem wir hier in diesen Ort liegen, sind wir nun gerade oft genug umgezogen. Erst unten auf der Ferme, wo die Pferde sich befanden, mußten wir den Kriegern weichen. Ein Zimmer nach dem anderen hergeben müssend und schließlich auf dem Boden landend, zogen wir in die Nähe der Schreibstube und jetzt sind wir wieder auf dem Boden gelandet. Für Unteroffiziere und Mannschaften ist ja jeder Schweinestall gut genug, wenn nur die Herren Offiziere jeder ein oder mehrere Zimmer haben.

Dienstag, 9. April
Heute sollte Ruhetag sein. Hatten auch Ruhe, bis gegen 10:00 Uhr. Um diese Zeit kam die Nachricht, daß unser Doppelzug sämtliche Quartiere zu räumen habe. Nun ging es ans Packen und um 2:00 Uhr marschierten wir ab über La Neuville nach Ugny le Gay. Bezogen hier Quartier, mußten uns dieselben erst ausbauen. Hatten aber immerhin ein Dach über den Kopf, während unsere Fahrer mit den Pferden biwakieren mußten.

Mittwoch 10. April
Von einem alten französischen Gestänge ließ ich heute die Stangen ausgraben, um sie für ein neues Gestänge zu gebrauchen. Kam mit dem Ausgraben bis hinter Guivry.

Donnerstag, 11. April
Blieb heute in Ugny und ließ Pferdeställe ausbauen.

Freitag, 12. April
Ging heute wieder Stangen ausgraben, von Guivry bis Buchvire.

Sonnabend, 13. April
Blieb heute im Quartier in Ugny le Gay.

Sonntag, 14. April
Setzte 31 Stangen für das am Westausgang von Ugny beginnende Gestänge, welches bis nach Beaugies und dann weiter nach Buchvire gehen soll.

Montag, 15. April
Unteroffizier Walb setzte heute Stangen und ich begann mit der Verankerung des Gestänges.

Dienstag, 16. April
Verankerte heute das Gestänge weiter und kam bis über Guivry hinaus.

Mittwoch, 17. April
Setzte die letzten Anker bis zur Station in Beaugies.

Donnerstag, 18. April
Als Unteroffizier vom Dienst in Ugny geblieben.

Freitag, 19. April
Von dem vom Westausgang von Ugny nach Guivry gehenden englischen Gestänge bauten wir sämtlichen Bronzedraht und auch die englischen Holzquerträger ab. Dafür sollen deutsche Querträger und Eisendraht angebracht werden.
Das Wetter war ganz miserabel. Starker Wind erzeugte eine große Kälte und es fing sogar an zu schneien. Als ich ins Quartier kam, hatte ich Fieber und Schüttelfrost und mußte mich gleich ins Bett legen.

Sonnabend, 20. April
Ging heute zum Arzt, der bei mir Grippe feststellte und mir einen Tag Schonung verschrieb.
Fühlte mich auch heute wieder ganz wohl.

Sonntag, 21. April
Ging heute noch nicht mit zum Bau.

Montag, 22. April
An dem Gestänge vom Westausgang Ugny le Gay in Richtung Guivry ließ ich zwei Doppelleitungen ziehen. Insgesamt circa 6 km.

Dienstag, 23. April
Hatten heute keinen Bau. Die Mannschaften mussten ihre Wäsche waschen und nachmittags war eine Stunde Exerzieren.

Mittwoch, 24. April
An dem Gestänge Ugny le Gay nach Guivry hatte ich drei Querträger auszuwechseln und durch stärkere zu ersetzen.

Donnerstag, 25. April
Um 8:00 Uhr vormittags standen wir marschbereit, aber erst um ½ 2 Uhr nachmittags marschierten wir ab, über Villequier – Anmont – Vouel – Tergnier – Fargnier – La Fere – Danizy nach Pout a Bucy und bezogen hier Quartier.

Freitag, 26. April
Um 8:00 Uhr marschierten wir weiter über Remies – Assis – Pouilly sur Serre – Crecy sur Serre nach Mortiers und bezogen eine große Scheune als Massenquartier.

Sonnabend, 27. April
Bezogen heute die leerstehenden Fliegerbaracken, da wir längere Zeit hier bleiben sollen. Kaum waren wir umgezogen, als die Nachricht kam, daß es Morgen wieder weiter ginge.

Sonntag, 28. April
Um 9:00 Uhr war Abmarsch über Dercy – Toulis – Antremencourt – Cuirieux – Goudelancourt – Bucy les Pierrepont – Boncourt nach Lappion und bezogen hier Quartier.

Montag, 29. April
Hatten heute Ruhe – Baden und Entlausung. Abends waren wir Unteroffiziere gemütlich auf unserer Stube zusammen, als die Nachricht kam, daß Vizewachtmeister Klingelhöfer von uns fort kommt und Sergeant Albrecht vorläufig die Wachmeistergeschäfte führt.

Dienstag, 30. April
Die Mannschaften hatten nur Innendienst. Abends hatten wir Unteroffiziere auf meiner Stube eine kleine Walpurgisfeier. Hatten uns dazu eine Waldmeisterbowle angesetzt, auch noch eine Flasche Schnaps gekauft und in gemütlicher Stimmung verlief der Abend. Um 12:00 Uhr wurde der 1. Mai mit dem Liede „Der Mai ist gekommen“ begrüßt und 2:00 Uhr war vorüber, als wir uns trennten und zur Ruhe begaben.

8. Juli 2018

März 1918


Mein Großvater (links) auf einem englischen Panzer.





Freitag, 1. März 1918
Um 7:00 Uhr standen wir abmarschbereit und marschierten um 8:00 ab, über Cohartille - Froidmont  - Grandlup - Pierrepont - Missy - Liesse, bis kurz vor Marchais. Hier wurde Mittagsrast gemacht und dann ging es über Marchais nach Ramecourt, ein ziemlich zerschossener Ort, in dem wir Quartier bezogen.

Die Marschroute meines Großvatersvon Laon nach Ramecourt.

Sonnabend, 2. März
Tagsüber hatten wir Instantsetzen der Quartiere. Abends erhielt ich plötzlich Auftrag nach vorn zu gehen, um dort bei einem durch Infanterie auszuhebenden Kabelgraben, die Aufsicht zu führen. Ging an der Strasse an Outre vorbei nach Goudelancourt. Vor diesem Ort konnte ich nicht weiter, da der Franzose einen Angriff unternahm und bis hier her sein Trommelfeuer legte. Besonders stark schoß er nach dem 500 Meter weiter befindlichen Ort Berrieux. Gegen ½ 9 Uhr hörte das Feuer allmählich auf und ich konnte die Infanteristen suchen. Bei der völligen Dunkelheit fand ich dieselben erst nach 10:00 Uhr. Blieb noch einige Stunden draußen und kehrte dann nach Ramecourt zurück.

Sonntag, 3. März
Nachmittags fuhr ich mit Leutnant von Lehmann und Leutnant Reinstein bis zur Nähe des Kabelgrabens, um das Gelände bei Tage zu besichtigen. Ich blieb dann gleich draußen, bis die Infanteristen kamen und kehrte Nachts um ½ 12 Uhr zurück.    

Montag, 4. März
Ging heute mit Unteroffizier Albrecht und Telegraphist Fiedler zum Kabelgraben nach vorn. Albrecht übernahm dann die Aufsicht und ich kehrte mit Fiedler nach Ramecourt zurück.

Dienstag, 5. März
War vormittags mit Leutnant von Lehmann und Reinstein bis zum Pionier Park vor Goudelancourt gefahren und dann ging es zu Fuß durch die Stellungen nach „Störung 2“.
Bis hierher muß der Kabelgraben gezogen werden. Noch weiter nach vorn können wir einen bestehenden Graben benutzen. Abends ging ich mit Albrecht hinaus, steckten gemeinsam ein Ende Graben ab und ich ging dann nach Ramecourt zurück.

Mittwoch, 6. März
Ging mit Albrecht wieder hinaus und wollte den Kabelgraben, der jetzt genau in Höhe von Berrieux, circa 800 Meter östlich davon ist, weiter abstecken. Wegen anhaltenem Artilleriefeuer war es aber nicht möglich und als das Artilleriefeuer aufhörte, war es zu dunkel. Das 2. Ersatz Infanterie Regiment 29, welches bisher 40 Mann zum Graben stellte, ist abgelöst und das an deren Stelle getretene 2. Ersatz Infanterie Regiment 144, hatte anscheinend vergessen die Leute zu senden, so daß wir ins Quartier zurückkehren konnten.

Donnerstag, 7. März
Ging heute Vormittag mit Albrecht in die Stellung und steckte den Rest des Kabelgrabens bis zur Vermittlung „Störung 2“ ab. Abends waren wieder keine Infanteristen da, sodaß wir unverrichteter Sache wieder abziehen mußten.
Heute wurde mir meine Beförderung zum Sergeanten mitgeteilt. Beförderungstag ist der 4. März 1918.

Freitag, 8. März
Vormittags ging ich mit Leutnant von Lehmann nach Saint Erme, um mit dem Adjudanten vom 2. Ersatz Infanterie Regiment 144 Rücksprache zu nehmen und erhielten wir Auskunft, daß heute die Leute zum Arbeiten kommen würden. Abends war ich dann um 7:00 Uhr am Pionier Park vor Goudelancourt und marschierte mit den 30 Infanteristen zum Kabelgraben.
Die 30 Mann, die um 1:00 Uhr erst ablösen sollten, wurden auch früher gesandt, so daß 60 Mann arbeiteten und kurz nach 1:00 Uhr alles fertig war.
Unsere Artillerie hatte zwischen 11:00 und 12:00 Uhr stark gefeuert und jetzt tat das gleich der Franzose, von ½ 1 Uhr ab. Gerade die Gegend, über die wir nach Hause gehen mußten, streute er ab.  

Sonnabend, 9. März
Heute bekamen wir Infanteristen vom 2. Ersatz Infanterie Regiment 173, die aber erst um ½ 10 Uhr kamen. Ich war mit Albrecht draußen und verteilte die 30 Infanteristen auf den Rest des noch auszuhebenden Grabens und kurz nach 1:00 Uhr war die Arbeit geschafft. Wir kamen um ½ 3 Uhr wieder in Ramecourt an und hörten hier, daß Flieger den Ort besucht hatten, wovon wir beide natürlich nichts bemerkt hatten.

Sonntag, 10. März
Außer einer kleinen Leitungspatrouille unserer Leitung nach Saint Erme, hatte ich heute nichts zu tun.

Montag, 11. März
Brauchte heute nicht mit auf Strecke und hatte die Aufsicht beim Weiden der Pferde. Vormittags ging ich nach Montaigu hinüber, wollte Theaterbillets holen, bekam aber keine, da dieselben sehr schnell ausverkauft sind, da sich schon über zwei Stunden vorher welche dazu anstellen.

Dienstag, 12. März
Abends mit hinaus gewesen zu einem Kabelgraben, an dem unsere Telegraphisten arbeiten (zwischen Berrieux und Amifontaine) Gegen 11:00 Uhr Nachts zurückgekehrt.
    
Mittwoch, 13. März
Blieb heute im Quartier.

Donnerstag, 14. März
Bin heute Unteroffizier vom Dienst.
Ging zum Pionier Park Goudelancourt und wartete dort auf die Infanteristen, die zum Ausheben des Kabelgrabens kommen sollten. Da dieselben aber heute nicht kamen, ging ich mit Vizefeldwebel Klingelhöfer zu unseren Mannschaften und nach kurzem Aufenthalt von dort nach Ramecourt zurück.
 
Freitag, 15. März
Abends ging ich mit Albrecht nach Saint Erme zum Kino.

Sonnabend, 16. März
Brauchte heute nicht mit zum Bau und blieb deshalb in Ramecourt.

Sonntag, 17. März
Vormittags war Appell. Abends ging ich mit noch vier Unteroffizieren nach Montaigu ins Kino.

Montag, 18. März
Vormittags mit Leutnant Reinstein, Unteroffizier Albrecht und noch sechs Mann zu dem von mir mit Infanteristen ausgehobenen Kabelgraben gegangen und dort drei Unterstände festgelegt und angefangen auszuheben. Während Albrecht mit den Mannschaften bis Mittag da arbeitete, kehrte ich mit Leutnant Reinstein nach Ramecourt zurück, um dann abends nochmals hinauszugehen und Infanteristen an den Unterständen arbeiten zu lassen.

Dienstag, 19. März
Blieb in Ramecourt.

Mittwoch, 20. März
Vormittags mit unseren Telegraphisten hinaus gewesen, Unterstände ausheben.
Nachmittags bekamen wir alle Stahlhelme.

Donnerstag, 21. März
Blieb in Ramecourt.

Freitag, 22. März
Vormittags war ich wieder zum Ausheben der Unterstände an dem Kabelgraben östlich der Strasse Goudelancourt - Berrieux.

Sonnabend, 23. März
Bin heute Unteroffizier vom Dienst. Vormittags mußte ich mit zwei Kranken nach Saint Erme zum Arzt. Abends gingen wir vier Mann ins Kino von Saint Erme.

Sonntag, 24. März
Es ist Befehl gekommen, daß wir Marschbereit stehen sollen, infolgedessen herrschte gleich eine ziemliche Aufregung, vermischt mit der Neugierde, ob wir bei der Offensive verwendet werden.
Vormittags war Kirchgang. Alles war enttäuscht davon, wie der Pfarrer mit völlig unangenehmer Stimme, seine Predigt nur so herunter leierte. Abends gingen wir vier Unteroffiziere wieder ins Kino, diesesmal nach Montaigu.
Montag, 25. März
Um 10.00 Uhr hatten wir Scharfschießen und wollten gerade anfangen, als der Abmarschbefehl kam. Jeder Mann mußte nun schnell fünf Schuß abgeben und dann hieß es packen. Um ½ 2 Uhr war alles fertig zum Abmarsch und kurz nach 2:00 Uhr verließen wir Ramecourt, um über Bahnhof Saint Erme - Montaigu - Cousy les Eppes - Eppes nach Laon zu marschieren, wo wir Quartier bezogen. Hatten auch ein einigermaßen gutes Quartier, aber unser Aufenthalt sollte nicht von langer Dauer sein.

Dienstag, 26. März
Nachts gegen 1:00 Uhr wurde uns Unteroffizieren mitgeteilt, daß wir in kleine Trupps verteilt, morgens früh abrücken müßten, zur Stationsbesetzung. Ich erhielt fünf Mann. Nun hieß es erst Lebensmittel empfangen und die Sachen packen. Um 5:00 Uhr marschierten wir ab, über Semilly - Glacy - Mons. Bis hierher marschierten noch drei Trupps mit, die jetzt einen anderen Weg einschlugen, während ich über Vaucelles nach Beffecourt marschierte, um hier die Vermittlung zu übernehmen. Nach längerem Suchen fand ich dieselbe auf der Höhe 129, zwischen Beffecourt und Bourgnignon. Eine Station mit Klappenschrank und neun Leitungen, im Stollen ganz nett eingerichtet und ziemlich geschützt liegend. Das Artilleriefeuer war ziemlich lebhaft und wir hatten besonders am Nachmittag, etliche Leitungsstörungen.

Mittwoch, 27. März
Nachmittags ging ich nach Les Creuttes über Bourgnignon, um die dortige Station anzusehen. Erhielt hier Bescheid, daß wir heute noch abrücken. Kehrte deshalb nach meiner Station in Beffecourt zurück und ließ alles zum Abmarsch vorbereiten. Gegen 9:00 Uhr kamen endlich drei Mann Ablösung und ich marschierte mit meinem Trupp über Les Creuttes nach Laon. Unterwegs mit den Telegraphisten, von den anderen, auch von uns besetzten Stationen, zusammentreffend. In Laon waren die Wagen alle schon fertig marschbereit. Nach einigem Aufenthalt, marschierten wir nachts 12:00 Uhr ab. Wie wir später erfuhren, gerade noch früh genug, denn gegen Morgen setzte die Beschießung von Laon durch die Franzosen ein.

Donnerstag, 28. März
Wir marschierten auf der Crepyer Chaussee nach Besny et Loisy, wo schon zwei Trupps auf uns warteten. Dann ging es über Vivaise - Couvron et Anmencourt nach Monceau les Leups. So waren wir glücklich wieder in dem Ort, in welchen vor einem Jahre unser Doppelzug seine Kriegstätigkeit begann. Nach 6:00 Uhr morgens kamen wir dort an und nachdem wir Quartier gefunden hatten, legten wir uns totmüde zur Ruhe nieder.

Freitag, 29. März
Erst sollten wir heute Ruhe haben. Wurden aber früh 4:00 Uhr geweckt, das heißt, vier Unteroffiziere und sechzehn Mann und erhielten den Auftrag, als Störungssucher für eine wichtige Armee Oberkommando Leitung zu figurieren. Bei trüben Wetter marschierten wir über Courbes - Anquilcourt - Achery. Überschritten hier unsere Stellung und den zwischen unserer und der erstürmten englischen Stellung, liegenden Oisekanal und kamen durch die Mauerreste von Travecy. Von hier aus, wurden unsere Mannschaften verteilt. Immer zwei Mann je 2-3 Kilometer. Über Liez - Mennessis - Frieres Faillouel. Bis hierher hatte ich die Aufsicht und von hier bis La Neuville Unteroffizier Albrecht. Die ganze Gegend ist die reinste Wüste. Alle Ortschaften bei unserem vorjährigen Rückzug niedergelegt, alle Bäume abgeschnitten. Der Engländer hat hier keine gute Stellung gehabt. Auch für den Angreifer war das Gelände nicht günstig. Erst den Oisekanal, welcher durchstochen, das umliegende Land überschwemmt hatte, bis zur Breite von 1200 Metern. Nach fünf Kilometer kam dann der Croszat-Kanal und kurz dahinter eine Eisenbahn. Trotzdem wurde der Engländer hier geworfen. Überall lagen Tote umher, dazu eine Unmenge Munition. Bei Frières stand eine ganze zusammengeschossene englische Batterie. Erst sollten wir nach Monceau zurückkehren, da wir nachmittags als Störungssucher abgelöst wurden, blieben aber dann in einer Baracke in Frières. Dieselbe war von einem Bauzuge der A.F.A. 7 belegt. Da wir keine Decken mithatten, froren wir die Nacht über schauderhaft.

Der Canal de Croszat heißt heute Canal de Saint Quentin

Sonnabend, 30. März
Ritt früh nach Travecy die Leitung entlang, da noch Telegraphisten fehlten. Da ich aber niemanden fand, kehrte ich nach Frières zurück, erfuhr dort durch einen Radfahrer, daß mein Doppelzug hier durchmaschiert ist und sich hinter Faillouel auf der Strasse nach Flavy befindet. Traf ihn auch hier beim Ausbessern eines Permanent Gestänges. Nach einiger Zeit mußte ich dann mit Albrecht als Quartiermacher fortfahren, über Flavy - Gügn  - le Riez de Gügny nach La Neuville. Kurz vor unserer Abfahrt hatte es angefangen zu regnen, sodaß wir ziemlich durchnäßt in La Neuville ankamen. Da hier ein Generalkommando liegt und kein Quartier mehr frei war, erhielten wir Quartier in Gügny und mussten deshalb zurück fahren. Auch der Doppelzug war schon über Gügny hinaus und mußte zurück marschieren. In Gügny selbst kam alles in einer großen Scheune unter. Wir Unteroffiziere fanden noch ein Zimmer, zwar sehr luftdicht, aber doch etwas besser als die Scheune.

Sonntag, 31. März
Sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften mussten frühmorgens mit zwei Bauwagen nach La Neuville marschieren. Von hier hatten wir eine Feldkabeldoppelleitung über Ugny le Riez – Guivry nach Bourgois zu bauen (circa 9 km). Marschierten dann nach Gügny zurück, wo wir gegen 6:00 Uhr ankamen. Heute ist der 1. Osterfeiertag, nur merkt man nichts davon.


24. Juni 2018

Februar 1918


Bis Mai 1917 hat mein Großvater die Gefechte notiert, danach nicht mehr. Entweder war er eher hinter den Linien tätig oder wartete auf den Frieden. Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk im Februar 1918 war für ihn eine Hoffnung. 


Freitag, 1. Februar
Arbeiteten wieder an den Minierstellen. Nachmittags hatten wir Unteroffiziere Reiten.

Sonnabend, 2. Februar
Auch heute an den Minierstellen gearbeitet. Nachmittags war Reiten.

Sonntag, 3. Februar
Vormittag war erst Appell und anschließend daran, eine Stunde Exerzieren.
Tewes wurde heute Vizewachtmeister und Bierwirth Unteroffizier.

Montag, 4. Februar
Vormittags an den Minierstellen gearbeitet.
Nachmittags beim Reiten stürtzte Bierwirth mit seinem Pferd und zog sich eine leichte Verstauchung des Fußes zu.

Dienstag, 5. Februar
Arbeiteten an den drei alten Minierstellen weiter und fingen bei der schon hergestellten Minierstelle beim Regiment C an, die Zugänge auszuschachten. Nachmittags war wieder Reiten. Die Urlaubssperre ist wieder zu Ende und so fuhren heute die ersten Urlauber.

Mittwoch, 6. Februar
Arbeiteten an den Minierstellen weiter. Den ganzen Tag fuhr andauernd Artillerie hier vorüber, hatten anscheinend eine große Übung. Vorboten der kommenden Offensive.

Donnerstag, 7. Februar
Heute war ich Unteroffizier vom Dienst und blieb deshalb in Mortiers. Nahm die Gelegenheit wahr und vollzog an mir eine gründliche Reinigung, insbesondere da ich gestern ein paar Läuse gefunden hatte. Wahrscheinlich von der Zusammenarbeit mit den Russen herstammend.

Freitag, 8. Februar
An der Minierstelle des Grabens C – D, an der Strasse Barenton sur Serre – Chalandry, waren heute nur noch kleine Verbesserungen vorzunehmen und ist dieselbe nunmehr fertig.
An den anderen beiden Minierstellen weitergearbeitet.

Sonnabend, 9. Februar
An den beiden Minierstellen setzten wir heute die letzten Rahmen und begannen mit dem Zuwerfen und Kalkabfahren.

Sonntag, 10. Februar
Vormittags wurden auf dem Felde Rüben gesucht, zum Pferde füttern. Die Unteroffiziere ritten dazu hinaus, also gleichzeitig Reitunterricht.

Montag, 11. Februar
War auch heute zu den beiden Minierstellen hinaus und fing am Graben C – D mit dem Ausheben eines Unterstandes an.

Dienstag, 12. Februar
Als Unteroffizier vom Dienst blieb ich zu Hause. Meine drei Mann, die mit mir zur Beaufsichtigung der Russen ständig draußen sind, waren auch heute hinaus. Die Minierstelle des Grabens C - D, an der Strasse Barenton sur Serre – Barenton Cel. wurde fertig. Nachmittags war Reiten. 
Die, durch heutigen Tagesbericht, eingetroffene Meldung von dem Frieden mit Rußland, ohne Friedensvertrag, wird freudig, aber doch verwundert, aufgenommen. 

Hier hat mein Großvater von dem Vertrag mit der Ukraine erfahren.  

Mittwoch, 13. Februar
Als wir heute zur Arbeitsstätte kamen, waren nur die acht Russen aus Cressy da,während die aus Barenton nicht gekommen waren. Wie ich dann nachher in Barenton feststellte, haben sämtliche Russen in Barenton heute morgen die Arbeit verweigert. Die Friedenserklärung Rußlands hat ihnen anscheinend den Kopf verwirrt und glauben sie deshalb nicht mehr arbeiten zu brauchen.

Donnerstag, 14. Februar
Ging zum Arzt, um eine Bescheinigung zur Zahnbehandlung zu erhalten. Danach war ich zu meiner Arbeitsstelle hinaus. Die Russen aus Barenton waren auch heute nicht erschienen.
Am Abend machte der Leutnant bekannt, daß im Bauabschnitt A sämtliche Kriegsgefangene anderweitig beschäftigt werden. Dieselben sind alle weiter nach vorn gekommen. Ich soll nun morgen nach Grandlup gehen, wohin die Russen, da Abschnitt B, noch kommen.     

Freitag, 15. Februar
War gerade zur ersten Minierstelle an der Chantry Ferme gekommen, als dort die Arbeit wegen Artillerie Scharfschießen eingestellt werden mußte. Als ich zur zweiten Minierstelle hinauf kam, dicht bei Grandlup, wurden die Russen vom Gefangenenlager Froidmont abgerufen, da dieselben mittags schon abmarschieren müßten. An den anderen beiden Minierstellen waren Russen vom Lager Grandlup, die aber anscheinend auch fortkommen werden.

Sonnabend, 16. Februar
Die Russen sind auch im Bauabschnitt B fort und muß unser Doppelzug die nötigsten Arbeiten allein fertig machen. Ich war heute nach Marle, zur Zahnstation und kehrte erst nachmittags zurück. Abends hatten wir Unteroffiziere eine kleine Feier in der Kantine, aus Anlaß der Neubeförderung von Walb, Meyer und Bierwirth. In gemütlicher Runde saßen wir bis früh ¾ 4 Uhr zusammen, als endlich das Bier alle war.

Sonntag, 17. Februar
Um 9.00 Uhr war schon Appell, also war mir nur eine kurze Nachtruhe vergönnt. Außerdem war ich auch noch Unteroffizier vom Dienst und hatte nachmittags zum Kirchgang zu führen.

Montag, 18. Februar
Mit zwei Mann war ich zur Minierstelle an der Strasse Grandlup – Fay le Sec Ferme. (Graben F2-G1). Haben bis dahin fast 1½ Stunden zu laufen, so daß man von dem Marsch allein schon genug hat.

Dienstag, 19. Februar
Wieder mit zwei Mann zur gestrigen Arbeitsstelle gewesen.

Mittwoch, 20. Februar
Heute mit drei Mann zur Arbeitsstelle bei Grandlup gewesen. Allen Anschein nach werden wir nicht mehr lange hier bleiben, es heißt sogar nur noch zehn bis vierzehn Tage.

Donnerstag, 21. Februar
Wieder mit drei Mann zur Arbeit bei Grandlup gewesen.

Freitag, 22. Februar
Da zuviel Unteroffiziere vorhanden sind, konnte ich heute zu Hause bleiben.

Sonnabend, 23. Februar
War heute Unteroffizier vom Dienst. Vormittags war ich mal nach Cressy hinüber, wollte dort Photosachen einkaufen. Erhielt aber keine.

Sonntag, 24. Februar
Vormittags hatten wir eine Probemobilmachung. Die Wagen wurden vollständig beladen und bespannt und dann ein Marsch über Chalandry – Cressy nach Mortiers ausgeführt.
Abends war in Cressy ein „Bunter Abend“, zu dem ich mit noch drei Unteroffizieren hinüber ging. Mit vieler Mühe erhielten Bierwirth und ich noch Zutritt zu dem ziemlich überfüllten Raume. Die Vorträge waren ganz gut, jedenfalls eine sehr angenehme Abwechslung. Ausgeführt wurden sie durch zwei Herren und zwei Damen aus Deutschland.
Es hieß wir sollten am 1. März hier fort machen, jetzt heißt es aber schon wieder, wir würden wohl noch länger hier bleiben.

Montag, 25. Februar
Mortiers
Blieb auch heute vom Bau zurück.

Dienstag, 26. Februar
Mortiers
An zwei Minierstellen wurde heute nur gearbeitet, so daß ich nicht mit hinaus mußte.

Mittwoch. 27. Februar
Mortiers       
Ging nach Marle zur Zahnstation und kehrte nachmittags mit der Bahn zurück.

Donnerstag, 28. Februar
Mortiers       
Heute wurde nicht mehr gearbeitet. Es kam der Marschbefehl und deshalb war Beladen der Fahrzeuge usw.

17. Juni 2018

Januar 1918



Dienstag, 1. Januar
Wieder ein Jahr dahin und ein neues beginnt. Das vierte Mal im Weltenkriege. Ein Wunsch und eine Hoffnung beseelt alle, daß in diesem Jahre dieses Völkermorden endlich zu Ende gehen möge. Mit Rußland sind die Friedensverhandlungen ja nun im Gange und es scheint auch mit denen zum Schluß zu kommen. Werden die anderen noch lange zaudern und setzen sie alles noch auf ihre letzte Karte, dem Eintreffen der Amerikaner?

Nach der gestrigen Feier standen wir erst spät auf, gerade um noch rechtzeitig zu dem um 10:00 Uhr stattfindenden Löhnungsappell zu kommen. Schönes, nicht zu kaltes Wetter, so daß der Schnee gerade liegen bleibt, so war die Witterung des ersten Tages im neuen Jahr.
   
Mittwoch, 2. Januar
Mein Geburtstag heute, der 27. und gleichzeitig bin ich Unteroffizier vom Dienst. Kann also zu Hause bleiben und den Tag etwas für mich still genießen. Er verlief ebenso eintönig wie alle anderen, nur das ich mir extra etwas zum Abendbrot leistete, um wenigstens etwas an den Tag erinnert zu sein. Erhielt auch mit der Post drei Gratulationen von zu Hause, Martha Schilling und Fräulein Gerwing.

Donnerstag, 3. Januar
War heute zum Arendtgraben nach Barenton Cel. Bauten dort eine Gittererde ein und verlegten die anderen fünf Kabel. Circa 40 Meter.
Hatte Urlaub beantragt, da mein Bruder bis zum 6. Januar zu Hause ist. Nun habe ich mich gleich an Vizewachtmeister Reinstein gewandt, ohne Gräfe nochmals Bescheid zu sagen. Darüber war Gräfe so entrüstet, daß er sich beim Leutnant von Lehmann beschwerte und der Urlaub futsch ist.

Freitag, 4. Januar
Verlegte wieder Bleikabel in Barenton Cel.

Sonnabend, 5. Januar
In Barenton Cel. Bleikabel weiter verlegt.

Sonntag, 6. Januar
Vormittags war Appell.
Bis jetzt war kaltes, aber doch schönes Wetter. Heute, gegen Abend, wurde es plötzlich wärmer und es setzte gleichzeitig ein feiner Regen ein, so daß am Spätabend die Strassen und Wege vollkommen matschig waren.

Montag, 7. Januar
Mußte heute, mit unserem „Postpaketräuber“, den Fahrer Wischnewski nach Marle, zur gerichtlichen Vernehmung fahren. Da der gestern einsetzende Regen auch heute den ganzen Tag anhielt, war es gerade keine angenehme Fahrt. Nachdem wir auf der Verpflegungsstelle am Bahnhof noch Mittag gegessen hatten, kehrten wir nach Mortiers zurück.

In Marle befand sich das Hauptquartier des Armeeoberkommandos der Deutschen Armee  

Dienstag, 8. Januar
Über Nacht war es wieder kälter geworden, auch hatte es etwas geschneit, so daß es wieder ganz winterlich aussah. Mußte wieder nach Barenton Cel., wo die Russen jetzt eine Strasse unterminieren. Der Leutnant Strauß von der Arendtabteilung kam auch hin und sagte, daß die Kabel wohl nicht weiter gelegt werden würden. Es sieht so aus, als ob die Stellung hier nicht wird bezogen werden, sondern statt des Rückzuges ein Vormarsch angetreten werden soll.

Mittwoch, 9. Januar
Auch heute war ich wieder zum Arendtgraben nach Barenton Cel. gegangen.
Erhielt heute von meinem Bruder die Verlobungsanzeige. Er hat sich während seines Urlaubs am 1. Januar verlobt.

Am 7. April 1920 heiratete Walter Schilling dann Elsa Lux.

Donnerstag, 10. Januar
Gestern Abend hatte es leicht getaut und über Nacht hatte der Frost alles mit einer Eisdecke überzogen, so daß der Weg nach Barenton Cel. zur reinsten Tortur wurde. Tagsüber war dann wieder wärmeres Wetter und dadurch der schönste Matsch fertig.

Freitag, 11. Januar
Das wärmere Wetter hält an und die Strassen sind alle mit einem Brei von aufgeweichter Erde überzogen. Gerade nicht angenehm für meinen Gang nach Barenton Cel.

Sonnabend, 12. Januar
Wollte auch heute wieder nach Barenton Cel. gehen. War aber nur bis zur halben Strecke unterwegs, kurz hinter Barenton sur Serre, als ich umkehrte, da ich mir einen Fuß durchgelaufen hatte. Unteroffizier Kruzinna, von der Arendtabteilung, kam heute fort und an seiner Stelle kam Unteroffizier Sarr.

Sonntag, 13. Januar
Das Wetter ist wieder etwas kälter geworden und ein leichter Frost eingetreten.
Vormittags war Appell und eine Stunde Exerzieren.

Montag, 14. Januar
War heute zum Arendtgraben nach Barenton Cel hinaus.

Dienstag, 15. Januar
Den Arendtgraben soll jetzt der Unteroffizier Sarr von der Arendtgruppe weiter machen, während ich in dem mir zugeteilten Abschnitt des Regimentes C die Minierstellen unter den Strassen anfange. Habe dazu auf den Strassen Barenton sur Serre – Barenton Cel. und Barenton sur Serre – Chalandry zu tun. Heute war ich erst mal zur Orientierung draußen.

Mittwoch, 16. Januar
Auf der Strasse Barenton Cel. – Barenton sur Serre ließ ich heute erst mal eine Minierstelle tiefer ausschachten. Eine Seite müssen wir 5 ½ Meter tief graben. Hatte dazu zwölf Kriegsgefangene Russen. Bei orkanartigem Sturme war heute kein angenehmes Arbeiten.

Donnerstag, 17. Januar
Hatte auch heute wieder zwölf Russen und ließ die zweite Minierstelle tiefer ausschachten. Das Wetter ist etwas wärmer, dafür regnete es aber den ganzen Tag.

Freitag, 18. Januar
Auf beiden Minierstellen weiter gearbeitet und die ersten Rahmen gesetzt.

Sonnabend, 19. Januar
Das Minieren ging heute schon bedeutend besser. Setzte an der einen Stelle zwei Rahmen und an der anderen fünf Rahmen. Außerdem hatte ich heute noch eine Minierstelle an der Strasse Barenton sur Serre – Chalandry, welche bisher Unteroffizier Fuchs hatte, und setzte dort neun Rahmen.

Sonntag, 20. Januar
Fuhr vormittags nach Marle und brachte den Fahrer Wischnewski dorthin zur gerichtlichen Vernehmung. Zurück brauchte ich ihn nicht mehr zu bringen, da er dort in Untersuchungshaft kam.

Montag, 21. Januar
War heute Unteroffizier vom Dienst und blieb deshalb zu Hause.

Dienstag, 22. Januar
In meinem Regimentsabschnitt war Scharfschießen und so konnte deshalb nicht gearbeitet werden. Nachmittags mußte ich nach Marle fahren und den Fahrer Wischnewski abholen und denselben nach Cressy in Untersuchungshaft bringen.

Mittwoch, 23. Januar         
War heute wieder zu den beiden Minierstellen an der Strasse Barenton sur Serre - Barenton Cel.

Donnerstag, 24. Januar
Auch heute zu den beiden Minierstellen hinaus gewesen.

Freitag, 25. Januar
Bei den beiden Minierstellen an der Strasse Barenton sur Serre – Barenton Cel. weitergearbeitet.

Sonnabend, 26. Januar
Vormittags an den Minierstellen gearbeitet. Abends hatten wir Kaisergeburtstagsfeier. Eine Baracke der Krankensammelstelle stand uns zur Verfügung und bei Grog und Bier verlebten wir gemütliche Stunden, durch Vorträge manigfaltiger Art verschönt. Früh 4:00 Uhr war es durch, als die Feier ein Ende hatte.

Sonntag, 27. Januar
Vormittags wurde erst mal von der gestrigen Feier ausgeschlafen. Ein schöner Sonntag, das reinste Frühlingswetter.

Montag, 28. Januar
War wieder zu meinen beiden Minierstellen hinaus und hatte gleichzeitig auch noch die Aufsicht an der Minierstelle des Grabens C – D an der Strasse Barenton sur Serre nach Chalandry. An der einen Minierstelle ( D1 – C2 ) kamen wir zum Durchbruch, der von beiden Seiten vorgetriebenen Stollen.

Dienstag, 29. Januar
An den beiden Minierstellen weiter gearbeitet. Nachmittags hatten die Unteroffiziere Reitunterricht. Geritten wurde auf Sattelkissen und Decken.

Mittwoch, 30. Januar
War heute Unteroffizier vom Dienst. Nachmittags hatten wir wieder Reiten. Es sind jetzt zwei Gräben ausgehoben, sowie eine Hürde gebaut worden.

Donnerstag, 31. Januar
War heute zu den beiden Minierstellen hinaus. Kamen mit der zweiten Stelle auch zum Durchbruch und haben dort einen Höhenunterschied von 50 cm.