23. Februar 2019

Oktober 1918


Der Markt von Dizy le Gros heute

Straße in Dizy le Gros

Der Wasserturm von Dizy le Gros


Dienstag, 1. Oktober 1918
4 Unteroffiziere und 15 Mann sind wir dem Kraftwagen Fernsprech Bauzug 939 zugeteilt, welcher in Mauregny en Haie liegt. Arbeiteten mit diesem zusammen bei Sissonne.
Sergeant Albrecht ist heute zum Vizewachtmeister befördert worden.

Mittwoch, 2. Oktober
Zwei Unteroffiziere und sieben Mann arbeiteten beim Bauzug 939, die übrigen beim zweiten Zuge Gruferna 708.

Donnerstag, 3. Oktober
Arbeiteten wieder wie gestern. Nachmittags kam der Befehl zum Abrücken zu unserem Zuge. Da die Letzten aber erst nach 7:00 Uhr von der Baustrecke nach Hause kamen, konnten wir erst spät abfahren. Über Sissonne - Lappion fuhren wir nach Dizy le Gros und trafen dort nach 10:00 Uhr ein.

Freitag, 4. Oktober
Der Doppelzug sollte heute erst abrücken. Dieser Befehl wurde geändert und es ging zum Bau. Wir hatten ein Stichgestänge nach Chaourse, bei Montcornet, zu bauen.

Sonnabend, 5. Oktober
Ich blieb heute in Dizy le Gros, während die anderen bei Chaourse arbeiteten.

Sonntag, 6. Oktober
Das Stichgestänge bei Chaourse wurde heute fertiggestellt.

Montag, 7. Oktober
Ich blieb heute in Dizy le Gros, während unser Bautrupp bei Chaourse ein neues Stichgestänge anfing.
Heute kommt die Nachricht von unseren Friedensangebot an Amerika. Alles hofft, daß es angenommen werden wird, wenn auch starke Zweifel an den wirklichen Friedenswillen Amerikas auftreten.

Dienstag, 8. Oktober
Arbeiteten bei Chaourse.     
           
Mittwoch, 9. Oktober
Arbeiteten bei Chaourse.

Donnerstag, 10. Oktober
Arbeiteten bei Chaourse.                                                                                                   
Das Zivil kommt heute von Dizy le Gros fort. In langen Reihen belebten sie die Strasse nach Montcornet mit allen möglichen Handwagen und Schubkarren. Ein trauriger Zug, die zum Teil schon alten Leute mit einem kläglichen Teil ihrer Habe, von der Heimat verstoßen und nach Rückwärts abgeschoben. Die Quartiere der abtransportierten Einwohner wurden sofort geplündert und sahen am Abend schon toll aus.

Freitag, 11. Oktober
Blieb heute in Dizy le Gros. In den Quartieren der Zivilisten war aber nichts mehr zu holen. Alles fast fort und der Rest ein wüstes Durcheinander.

Sonnabend, 12. Oktober
Mit einem Mann Gestänge erkundet, von Montcornet - Renneval - Dagny - Plomion.

Sonntag, 13. Oktober
Rückten heute ab von Dizy le Gros, über Montcornet - Plomion nach Landouzy la Ville, wo wir über Nacht blieben. In vergangener Nacht ist unsere Stellung nach Rückwärts verlegt und die sogenannte Hundingstellung bezogen worden. Dadurch ist Laon auch in den Besitz des Feindes gelangt.

Montag, 14. Oktober
Marschierten heute weiter nach Hirson und bezogen dort Quartier. Abends Fliegerbesuch. 300 Meter von meinem Quartier wurde ein Haus getroffen.                                     

Dienstag, 15. Oktober
Rückte vormittags mit den Telegraphisten nach Saint Michel zum Armee Oberkommando 7 und müssen dort der Aferna helfen. Bezogen heute zwei Querträger auf Gestänge 5.

Mittwoch, 16. Oktober
Arbeiteten heute wieder in Saint Michel. Diesmal am Gestänge 3, an dem wir Leitungen zogen und die Entstangen bei der Vermittlung des Armee Oberkommandos umsetzten.

Donnerstag, 17. Oktober
In St. Michel am Gestänge 3 die Leitungen weitergezogen und am Kloster gleich durchgeschaltet.

Freitag, 18. Oktober
Arbeiteten an dem selben Gestänge wie Gestern. Brachten noch einen Querträger zu vier Leitungen an, bezogen denselben und schalteten die Leitungen durch.

Sonnabend, 19. Oktober
Brachten heute am Gestänge 3 noch einen Querträger an, bezogen ihn und schalteten eine Leitung durch. Waren zeitig zurück nach Hirson. Erst sollte noch Baden sein, dies fiel aus, dafür wurde alles zum Abmarsch vorbereitet.

Sonntag, 20. Oktober
Der Doppelzug rückte um 10:00 Uhr ab, während ich mit den beiden Offizieren im Auto mitfuhr, über Momignies - Chimay nach Forges, wo Nachtquartier bezogen wurde.

Montag, 21. Oktober
Hatten heute nur noch einen kurzen Marsch und waren zeitig in Couvin. Bekamen hier ziemlich gutes Quartier.

Dienstag, 22. Oktober
Wir sollten erst hier in Couvin bauen. Da aber noch kein Baubefehl hier ist, so haben wir dienstfrei.

Mittwoch, 23. Oktober
Marschierten heute zeitig ab von Couvin über Mariembourg - Roly - Villers le Gambon nach Rosee. Sollten hier Quartier beziehen, da der Ort aber durch ein Rekruten Depot belegt ist, so wanderten wir zwei Kilometer weiter nach Flavion.

Donnerstag, 24. Oktober
Hatten heute noch keine Arbeit.

Freitag, 25. Oktober
Begannen heute mit dem Bau eines Gestänges von Rosec nach Florennes. Circa 6,5 KM.

Sonnabend, 26. Oktober
An dem Gestänge Rosee - Florennes gearbeitet.

Sonntag, 27. Oktober
An dem Gestänge Rosee - Florennes gearbeitet.

Montag, 28. Oktober
Arbeiteten an dem Gestänge Rosee - Florennes. Mittags waren wir fertig mit Stangensetzen und rückten nach Flavion ein, da Hakenstützen und Eisendraht noch nicht eingetroffen sind.

Dienstag, 29. Oktober
Arbeiteten auch heute nicht, wegen Materialmangels. Waren zu einem Fischteich bei Schloß Rosee und wollten denselben ablassen. Da uns aber welche mit dieser Arbeit zuvorgekommen waren, konnten wir es nicht mehr tun.

Mittwoch, 30. Oktober
Früh, es war noch dunkel, gingen wir drei Unteroffiziere zu dem Fischteich. Bekamen dann in dem Bach, durch den das Wasser abgeflossen war, eine gute Portion Schleie und Forellen.

Donnerstag, 31. Oktober
Wegen Materialmangels wurde heute auch noch nicht gearbeitet. Haben einen neuen Fischteich entdeckt und mit dem Wärter die Vorbereitungen zum Ablassen getroffen.

1. Januar 2019

September 1918


Die Kirche von La Malmaison



Das Post- und Telegraphenamt von La Malmaison


 













Sonntag, 1. September 
Eine Doppelleitung von La Malmaison nach Saint Erme gebaut.

Montag, 2. September
Wieder eine Doppelleitung nach Saint Erme gebaut.

Dienstag, 3. September
Die dritte Doppelleitung nach Saint Erme gebaut.
Mittwoch, 4. September
Mit Leutnant von Lehmann Gestänge abgefahren, an denen ich Umschaltungen vornehmen soll.

Donnerstag, 5. September
Mit sechs Mann zwei Leitungen über Robert Camp Fe nach Lor geschaltet, desgleichen zwei Leitungen Lor – Araux und eine Leitung Lor – Villers.

Freitag, 6. September
Vier Doppelleitungen von La Malmaison nach Sevigny über Mouchery Fe – Nizy le Comte –
Le Haut Chemin durchgeschaltet.

Sonnabend, 7. September
Von Amifontaine nach La Ville aux Bois eine Leitung gezogen. Wurde von Leutnant von Lehmann von der Baustrecke geholt und mußte mit ihm Gestänge abfahren.

Sonntag, 8. September
Zu Pferde das Gestänge La Malmaison – Prouvais aufgenommen.

Montag, 9. September
Leitungen umgeschaltet.

Dienstag, 10. September
Leitungen umgeschaltet.

Mittwoch, 11. September
Sollte heute Leitungen von Lor nach Avaux durchschalten, hatte aber keine freie Leitungen mehr, da die 199. Infanterie Division alle beschlagnahmt hatte.
Abends in La Malmaison große Kneiperei zur Feier von Albrechts E.K.1 und Vizewachtmeister Königs E.K.2.

Donnerstag, 12. September
Zwei Leitungen Lor – Avaux durchgeschaltet.

Freitag, 13. September
Nach Sevigny und Montigny la Cour Ferme geritten, Gestänge erkunden.

Sonnabend, 14. September
Nach Lor und Villers gewesen, Leitungen umschalten.

Sonntag, 15. September
Nach Frontigny Fe zum Bauzug 1902 geritten, dann mit dem Wachtmeister des Zuges nach Avaux – Germaumont – Le Thour – Nizy le Comte – Sainte Quentin – Sevigny Baustrecken abgefahren.

Montag, 16. September
Vormittags nach Frontigny Fe gefahren, nachmittags in La Malmaison.

Dienstag, 17. September
Vom Turm östlich Robert Champ Fe nach Prouvais Stangenbilder aufgenommen.

Mittwoch, 18. September
In La Malmaison geblieben.

Donnerstag, 19. September
In La Malmaison geblieben.
Freitag, 20. September
In La Malmaison geblieben.

Sonnabend, 21. September
Fuhr mit Leutnant von Lehmann Gestänge ab und hatte dabei das Gestänge Le Thour – Villers – Avaux abzugehen.

Sonntag, 22. September
Nach Avaux gefahren und von dort eine Leitung nach Le Thour durchgeschaltet.

Montag, 23. September
Eine Leitung von Le Thour nach Lor durchgeschaltet. Leutnant von Lehmann verläßt uns, da er zu Gruferna 665 versetzt ist.

Dienstag, 24. September
Fuhren heute das erste Mal mit unseren neuen Lastautos. Hatten Leitungen umzuschalten und mussten nach Lor – Le Thour – Villres – Avaux und Proviseux   
      
Mittwoch, 25. September
In Lor eine Leitung umgeschaltet und dann in Villers einen kleinen Anschluß gebaut.

Donnerstag, 26. September
In La Malmaison geblieben. 
           
Freitag, 27. September
Leutnant von Lehmann ist jetzt nach Gruferna 665 versetzt und der Doppelzug erhält einen neuen Leutnant von Aferna 113. Morgen sollen wir auch abmarschieren nach Derzy.

Sonnabend, 28. September
Standen abmarschbereit. Da aber in Derzy kein Quartier mehr frei ist, blieben wir noch in La Malmaison. Unser neuer Führer ist noch in Urlaub und so kam deshalb ein Leutnant Langer vorläufig als Führer zu uns.

Sonntag, 29. September
Leutnant von Lehmann verabschiedete sich von uns und fuhr heute zur Gruferna 665.

Montag, 30. September
Vier Unteroffiziere und fünfzehn Mann sind wir zum Fernsprech Bauzug 939 kommandiertund fuhren heute über Mantaigu nach Mauregny en Haie. Der Doppelzug soll im Laufe des Tages nach Dizy le Gros abfahren.

August 1918
















Sonnabend, 3. August
Ankunft in Berlin.

Sonntag, 4. August bis Sonnabend, 17. August    
Urlaub
Montag, 19. August
Abgefahren abends nach Coblenz

Dienstag, 20. August
Ankunft Coblenz 8.00 Uhr vormittags. Nach Rhein und Ehrenbreitstein, sowie nach der Mosel gegangen. Um 11:00 Uhr nachmittags die Sachen für Leutnant von Lehmann abgeholt. Abgefahren gegen 3:00 Uhr nach Köln. Ankunft etwa 6:00 Uhr.

Mittwoch, 21. August
Abfahrt von Cöln 14:10 Uhr nachmittags nach Charleville.

Donnerstag, 22. August
Ankunft Charleville 12:00 Uhr mittags. Abfahrt nach Loar nachmittags 2:00 Uhr. Ankunft 4:00 Uhr. Abfahrt 8:00 Uhr über Montcornet nach Laon. Ankunft nach 11:00 Uhr nachts.Vom Flieger angegriffen.

Freitag, 23. August
Vormittags 8:00 Uhr Abfahrt nach Saint Erme. Ankunft nach 10:00 Uhr.
Mittags mit Leutnant von Lehmann nach La Malmaison gefahren.

Sonnabend, 24. August
Bin gleich Unteroffizier vom Dienst. Die Telegraphisten hatten Exzerzieren. Nachmittags Appell und Turnspiele.

Sonntag, 25. August
Vormittags kein besonderer Dienst. Nachmittags nach dem Waldlager gwesesen. Kantine soll bestehen bleiben. Abends war im Kino Aufführung einer Varietegesellschaft. Nicht besonders.

Montag, 26. August
Vormittags Fahrer Exzerzieren.

Dienstag, 27. August
Vormittags Telegraphisten Exzerzieren. Nachmittags Appell und Turnspiele.

Mittwoch, 28. August
Fahrer Exzerzieren, Telegraphisten zur Pferdeweide.

Donnerstag, 29. August
Telegraphisten Exzerzierbesichtigung durch Leutnant von Lehmann.

Freitag, 30. August
Appell in Bekleidungssachen und Verpassen neuer Sachen.

Sonnabend, 31. August
Anschluß Robechang – Fe – Tankstelle gebaut. Nachmittags nach Amifontaine. Bau wurde abgebrochen.

30. Oktober 2018

Juli 1918


Olizy und Violaine ist eine Region des Champagners. 
Doch 1918 hatten die Soldaten, die dort kämpften, andere Sorgen.












Montag, 1. Juli
Blieb heute zu Hause, da ich nicht auf dem Posten war. Vom Doppelzug ist auch der größte Teil erkrankt, es heißt Influenza. Doch scheint es die in Spanien aufgetretene, noch unbekannte Krankheit zu sein.

Dienstag, 2. Juli
Ging heute wieder zur Baustrecke. Ließ Löcher ausheben für ein neues Gestänge, welches mit dem vom 29. 6. fast parallel verläuft. Den ganzen Tag war mir so schlecht und als ich nach Hause kam, mußte ich mich gleich langlegen, da ich 40,3 Grad Fieber hatte.

Mittwoch,3. Juli bis Mittwoch, 10. Juli
Am 3. hielt sich das Fieber noch über 40°, um dann allmählich nachzulassen. Die Krankheit ist ja in ganz Deutschland und auch in den anderen Ländern verbreitet. Hier nennt man sie nur noch die Spanische Krankheit.

Donnerstag, 11. Juli
Mit Walb zusammen sah ich heute sämtliche Apparate des Doppelzuges nach.

Freitag, 12. Juli
Die Telegraphisten hatten heute Ruhetag, dafür war erst mal ärztliche Untersuchung. Es sollen nämlich ein Unteroffizier und acht Mann zur Infanterie. Von sämtlichen Formationen werden 10 Prozent heraus gezogen und zur Infanterie gesteckt.

Sonnabend, 13. Juli
Hatte heute mit den Vorbereitungen zur Offensive zu tun. Ich soll mit 10 Mann den Gruppenmeldekopf besetzen.

Sonntag, 14. Juli
Früh um 4:00 Uhr rückte ich ab über Lagary – Lavigny nach Olizy et Violaine. Bis hierher waren Leitungen vorgetrieben (1000 Meter hinter der Stellung) und ich besetzte die Station als Gruppenmeldekopf. Natürlich waren die Leitungen schon entzwei geschossen und wir hatten gleich zu flicken.

Montag, 15. Juli
Pünktlich zur festgesetzten Zeit um 1:10 Uhr früh begann das Trommelfeuer. Ein wahrer Hagel von Geschossen wurde zum Franzmann gesandt. Unseren Keller verließen wir gar nicht, denn man konnte es draußen, in dieser Hölle, nicht aushalten. Um die Ferme, in der wir lagen, standen 21 cm Mörser, die einen furchtbaren Krach machten. Da andauernd mit Gasgranaten (Blaukreuz) geschossen wurde, war die ganze Luft davon und von Pulverdampf erfüllt. Wir hatten infolgedessen alle einen gehörigen Schnupfen. In unserem Keller war auch der Stab vom Jäger Regiment 8 und hier traf ich dabei einen alten Bekannten, Erich Witt. Es war das erste Mal, daß wir uns seit Kriegsbeginn sahen.
Um 4:50 Uhr war der Sturm und es schien auch gut vorwärts zu gehen, trotzdem die vor uns liegenden Wälder, die zum Teil mit Senegalneger besetzt sind, große Schwierigkeiten bereiten. Gegen Morgen wurde Olizy et Violaine besonders stark vom Franzmann beschossen. Besonders schien er es auf die 21er Mörser abgesehen zu haben und überall bei uns schlugen die Granaten ein. Die Leitungen waren alle zerschossen und als das Feuer es erlaubte, gab es gehörig Arbeit. Nachmittags kam auch der Doppelzug nach und begann gleich eine Leitung vorzubauen.

Dies ist der Hintergrund der Schlachten, die mein Großvater miterlebte. 

Dienstag, 16. Juli
Die Leitung wurde heute weiter vorgebaut und es sollte der Meldekopf auch erst verlegt werden. Da aber die ganze Gegend noch unter feindlichem Feuer lag, unterblieb dies.

Mittwoch, 17. Juli
Der Angriff scheint nicht richtig geklappt zu haben, denn der Heeresbericht vom 15.7. spricht sich äußerst mau aus.

Donnerstag, 18. Juli
Wir werden wohl nicht mehr lange hier bleiben und anscheinend nach Serzy et Prin zurückkehren.

Freitag, 19. Juli
Leutnant Körner vom Generalkommando ging heute zum Stab zurück, sodaß der Meldekopf gewissermaßen aufgegeben worden ist.

Sonnabend, 20. Juli
Der Doppelzug rückte heute nach Serzy et Prin ab. Mit 16 Mann und auch zwei Unteroffizieren blieb ich auf dem Meldekopf zurück.


Auf dem Weg nach Serzy et Prin säumen weite Hügel voller Wein heute die Straßen.




Sonntag, 21. Juli
Gut das der Doppelzug fort ist. Heute schoß der Franzmann andauernd nach Olizy et Violaine, zum Teil mit Gas, sodaß wir unseren Keller nicht verlassen konnten.

Montag, 22. Juli
Olizy et Violaine wurde heute den ganzen Tag beschossen. Abends wurde die Station aufgehoben und wir marschierten über Avigny – Lagary nach Serzy et Prin und kamen um 12:00 Uhr nachts dort an.

Dienstag, 23. Juli
Hatten heute Ruhetag.

Mittwoch, 24. Juli
Marsch nach Bourges und Herstellung einer Leitung nach Brieul. Waren zeitig fertig und um
2.00 Uhr wieder in Serzy et Prin. Um 5:00 Uhr kam plötzlich Befehl zum Abrücken. Marschierten gegen 9:00 Uhr ab über Vendeul – Jonchery – Montigny und übernachteten in einem Baracken Lager, nördlich Montigny.

Donnerstag, 25. Juli
Marschierten von unserem Barackenlager nach Ventelay. Sollen von Ventelay nach Glennes zwei Doppelleitungen an angeblich vorhandenem Gestänge ziehen. Zwischen den Gestängen fehlte aber ein Stück von circa 3 Kilometern, welches ich in Arbeit nahm. Abends bezogen wir Quartier in Ventelay.

Freitag, 26. Juli
Stellten heute das Verbindungsgestänge Ventelay – Glennes fertig.

Sonnabend, 27. Juli
Um 2:00 nachmittags erhielt ich heute erst Baubefehl in Glennes angeblich kleine Umschaltungen vorzunehmen. Natürlich war es erheblich mehr Arbeit und trotzdem wir im Regen bis 10:00 Uhr arbeiteten, war an eine Fertigstellung nicht zu denken, da acht Doppelleitungen und zwei Einfachleitungen umzulegen sind.

Sonntag, 28. Juli
Mit 10 Mann machte ich die gestern angefangenen Umschaltungen bei Glennes fertig.

Montag, 29. Juli
Mit sechs Mann baute ich von Roucy zum Munitionsdepot und von hier zum Kleinbahnhof Roucy je eine Feldkabeldoppelleitung. Acht Mann kommen morgen zur Infanterie.

Dienstag, 30. Juli
Heute geht’s auf Urlaub. Fahre zusammen mit Gefreiten Jahnsen. Um 9:00 Uhr fuhren wir mit dem Wagen über Roucy nach Pontovert. Hier warteten wir von 11:00 Uhr vormittags bis nachts 12:00 Uhr.

Mittwoch, 31. Juli bis Freitag, 2. August 1918
Keine Aufzeichnungen.